Vonwegen wohltuend…

Ich mag nicht mehr. „Wohltuend ereignisfrei“, waren das wirklich meine Worte?!

Mittlerweile sitze ich eine gute Woche schon nur noch am Schreibtisch. Um halb sechs klingelt der Wecker, um sechs sitze ich hier, um zehn liege ich im Bett. Meine Freunde (so ich sie denn treffe, ein Großteil ist nämlich leider räumlich abwesend und tingelt durch Afrika/Australien/Neuseeland/Berlin) erklären mich für halb- bis komplett bescheuert, aber was will man tun?
Am Montag hatte ich immerhin noch Klavierunterricht, Mittwoch einen Arztbesuch und Freitag eine Verabredung zum Essen – abgesehen davon habe ich das Haus nicht verlassen. Ich stehe kurz vor der mentalen inneren Kernschmelze, weltfremd und vereinsamt. Gut, in einer Woche habe ich es schon geschafft („schon“?!), aber das wird eine furchtbar lange Woche. Hinzu kommt ein leichter Anflug von Angst, wenn ich an die zuerst anstehende Klausur denke. Lineare Algebra. Bin ich gut genug vorbereitet? Zahlt sich die Mühe über das Semester und besonders die letzten Tage aus? Ich weiß es nicht, aber ich hoffe es.

Inzwischen hat selbst meine Familie eingesehen, dass die Aussage „Ich geh in mein Zimmer und lerne“ kein Synonym ist für „Ich setz mich hin und tu gar nichts“. Das Bruderherz verhält sich ausgesprochen zuvorkommend, das macht mir schon fast Angst… Ich vermute allerdings, dass sein Großmut mit der praktkumsbedingten zweiwöchigen Schulabwesenheit zusammenhängt – ab morgen kann ich mich deshalb vermutlich wieder auf was gefasst machen.
Mama Belle hat übers Wochenende die Wohnung verlassen und zwei Nächte Jugendherbergsflair genossen. Angesichts der aktuellen Situation kam das wahrscheinlich uns beiden entgegen. Das vergangene Wochenende war also ruhig, das Pubertätsmonster lag vorrangig in seinem Zimmer oder auf dem Sofa oder auf dem Sitzsack vor dem Fernseher. Wo auch immer er sich befand, er lag eigentlich immer. Und zwischendurch hat er sich doch tatsächlich selbst Mittagessen gemacht, statt in mein Zimmer zu kommen und mich zu fragen, was es gibt. Sachen gibts!

Die nächsten Tage werde ich mich nun mit Durchhalteparolen hoch halten. Und irgendetwas finden, womit ich mich nach überstandener Prüfungswoche belohnen kann. Ein Buch, das ich schon lange lesen wollte, habe ich schon bestellt, das liegt hier und wartet auf den 1. März – vielleicht noch so einen Spontantrip irgendwohin? London? Na, wir werden sehen. Vorschläge werden jedenfalls gerne genommen!

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