Rome by bus: Italien, die Zweite (5.10.2014)

Mama Belles Fußverletzung (ich berichtete) schrie nach der gestriegen Tour lauthals um Aufmerksamkeit, deshalb haben wir uns heute durch die Stadt fahren lassen: In offenen hop-on-hop-off-Bussen lässt sichs definitiv aushalten! Vor Tourangeboten haben wir uns gestern schon kaum retten können, und heute haben wir dann einfach das erste angenommen, das uns über den Weg gelaufen ist. Ausschlaggebendes Argument fürs Bruderherz: „free Wi-Fi“!
Zwar mussten wir eine ganze Zeit lang anstehen, bis wir endlich in einen der Buss gekommen sind, und konnten in der Warteschlange nicht einmal den Straßenverkäufern ausweichen, die mit Hüten und eiskaltem Wasser ziemlich penetrant auf Kundenfang gingen; dafür hatten wir dann aber gute Sitzplätze im oberen Stockwerk unter freiem Himmel. Und dort blieben wir fürs erste: von Sonne beschienen, trotzdem Wind um die Nase, da konnte selbst der römische Verkehr die Entspannung nicht trüben.

Recht wenig überzeugend waren allerdings die erklärenden Texte, die man in dieversen Sprachen über Kopfhörer anhören konnte: nicht passend zu dem, was man sah (also deutlich zu früh oder zu spät); eigenartig übersetzt (so hieß es an einer Stelle in jeder Sprache außer Deutsch „Wir biegen rechts ab.“, während im Deutschen von links die Rede war); qualitativ zum Teil so schlecht, dass es kaum zu verstehen war; Kopfhörer und/oder Buchsen hatten Wackelkontakte; und nicht zuletzt war im Ganzen mehr Pausenmusik zu hören als informative Texte.
Aus all diesen Gründen (und, weil die Kopfhörer unbequem im Ohr saßen) hab ich mich nach der ersten Runde auf gucken und genießen beschränkt und die Audiotour weggelassen. War auch nicht schlimm, aber beim nächsten Mal würde ich doch einen anderen Anbieter bevorzugen.

Verlassen haben wir unseren Bus im Prinzip nur zu den Mahlzeiten: Mittags gabs Nudeln (allerdings laut Speisekarte aus tiefgefrorenem Fertigessen – dafür wars dann doch recht teuer, aber lange suchen wollte auch niemand) und abends Döner für Belle und das Bruderherz und indischen Reis mit Gemüse für Mama Belle.

Abgesehen davon haben wir den Tag – bedingt durch Mama Belles Bestreben, den Fuß hochzulegen – im Großen und Ganzen busfahrend zugebracht. Resultat: Sonnenbrand statt schmerzender Füße, aber irgendwas ist ja immer.

(Zum ersten Teil des Reiseberichts geht es hier, zum nächsten hier)

Advertisements

Ein Gedanke zu “Rome by bus: Italien, die Zweite (5.10.2014)

  1. Pingback: Alles Ansichtssache: Italien, die Erste (4.10.2014) | Aber doch wenigstens auf Lehramt, oder?!

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s