Bloß ein bisschen Angst

Von Zeit zu Zeit – jetzt, da es immer schneller auf den Beginn des Übungsbetriebs in der Uni zugeht, immer öfter – frage ich mich, welcher Teufel mich bitte geritten hat, als ich mit als studentische Hilfskraft gemeldet habe.

Wie konnte ich nur so vermessen sein und denken, dass ich das kann? Als kleine Studentin im gerade einmal dritten Semester? Wieso?!
Ich sehe mich schon vor der Übungsgruppe stehen, kein Wort herausbringend während langsam all mein Wissen zähflüssig auf den grauen Boden tropft, mich schleichend aber unaufhaltsam verlässt. Ich seh schon die murmelnden Studenten, wie sie da sitzen und zuschauen, meinem Herzrasen und meinen zitternden Fingern. Meine eigenen Kommilitonen, kopfschüttelnd über dieses Mädchen, das ihren eigenen Kram kaum hintereinander bekommt und meint, sich jetzt auch noch von der Uni bezahlen lassen zu können.
Wieso bitte habe ich nicht noch ein Jahr warten können? Wieso?!

Dann mache ich die Augen zu und atme tief durch. Halte mir vor Augen, dass wir Grundlagen behandeln, wirklich nur Grundlagen. Dinge, die ich mir vielleicht nochmal anschauen muss, aber eigentlich kann. Und dass es nicht schlimm ist, mal eine Antwort nicht zu wissen, weil niemand alles weiß. Und dass ich wachsen werde an dieser Aufgabe, die da vor mir liegt. Das ist überhaupt das motivierenste: Wie auch immer es ausgeht, ich werde daran wachsen. Und das schaff ich. Und eigentlich freu ich mich sogar drauf.

Ich hab bloß ein bisschen Angst…

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