Staub, Sand, Sonne: Italien, die Vierte (7.10.2014)

Um nicht in Zeitnot zu geraten, haben wir die Ausgrabungsstätten (die ja im Colosseums-Ticket enthalten waren) heute als erstes in Angriff genommen. Und ganz ehrlich: Ich bin hin und weg.

Um den Palatino und das Foro Romano herum ist ein Freilichtpark angelegt, in dem man wirklich schön spazieren gehen kann.
Wir haben zuerst Stunden auf dem Palatino verbracht, zwischen den Ruinen der alten römischen Herrenhäuser sowie Bäumen und Sträuchern. Es war nicht allzu überlaufen – anscheinend haben die Menschen alle ihre Zeit im Forum des alten Roms verbracht. So konnten wir ganz in Ruhe den Schatten und die beeindruckenden Mauern genießen, was wir so ausgiebig machten, dass am Ende keiner von uns mehr so richtig Lust hatte, sich in das Getümmel rund ums Forum zu stürzen.

Also gabs Mittagessen an der Metrostation und dann gemütliches Schlendern über die Piazza del Popolo, die Piazza di Spagna (natürlich inklusive der Spanischen Treppe, die muss man ja mal hoch- und runtergelaufen sein) bis hin zum Hard Rock Café. Dort konnten wir, unbehelligt von den Kellnern (die unsere Anwesenheit irgendwie ausnahmslos recht wenig interessierte), die restlichen Postkarten an Familie und Freunde schreiben.

Aufgrund einsetzender akuter Erschöpfung nahmen wir eine spontane Umplanung des Abends vor und reservierten einen Tisch im hoteleigenen Restaurant. Die Idee stellte sich als nur mittelgut heraus…
Vielleicht hätte die Tatsacge, dass man uns am Bahnhof vergaß und stehen ließ, eine Warnung sein sollen. Irgendwie schien nämlich die reguläre Hotelbelegschaft frei zu haben: unsere Fahrerin beispielsweise hatte zwar einen humaneren Fahrstil drauf als ihr Kollege, sprach dafür jedoch noch weniger Englisch – so weit das möglich ist. Die ihr zur Verfügung stehenden Vokabeln beschränkten sich auf „Hi“ und „Okay“.
Wirklich problematisch wurde das jedoch erst, als sich herausstellte, dass die gute Frau zusätzlich an dem Abend unsere Kellnerin sein sollte.
Die Bestellung erfolgte nun also mithilfe unserer Hände, Füße und der Italienischkenntnisse, auf die man zurückgreifen kann, wenn man Latein und Spanisch kann und zudem mit offenen Augen durch die Welt läuft. „Senza carne! E acqua frizzante!“
Die Bruschette waren schwarz, die Kartoffeln kalt – und das alles zu Preisen, die eine hervorragende Küche versprechen. Relativ ernüchternd.
Als Nachtisch gabs deshalb Schokolade im Hotelzimmer. Auch lecker!

(Zum ersten Teil des Reiseberichts geht es hier, zum nächsten hier)

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Ein Gedanke zu “Staub, Sand, Sonne: Italien, die Vierte (7.10.2014)

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