K(l)eine Zweifel

Ich zweifle nicht wirklich an meiner Entscheidung und daran, ob es richtig ist, mit dem Freund zusammen zu ziehen. Das klingt in diesem Satz sogar noch unsicherer als es tatsächlich ist, also noch einmal ganz deutlich: Ich weiß, dass das genau das ist, was ich will. Genau so möchte ich leben (und wenn man mal ehrlich ist, dann leben wir schon seit längerem genau so, bloß nicht offiziell und jeder hat noch eine eigene Wohnung).

Trotzdem ändert das leider in keinster Weise den immer mal wieder aufflammenden Impuls, wegzulaufen. Mein alltime-favourite der irrationalen Reaktionen, mein Pro-Tipp für besonders erwachsenes Verhalten. Der Freund weiß das, aber ich glaube nicht, dass ihm bewusst ist, wie stark dieser Impuls sein kann.
Mich auf ihn einzulassen erfordert eine Menge Mut, und vor allem eine Art Mut, die ich nie gehabt habe. Die Zukunft ängstigt mich und wie er sein wird, wie ich sein werde. Mich auf das zu freuen, was in ein paar Jahren sein wird, ängstigt mich. Es wäre viel schmerzhafter, so unendlich schmerzhaft, etwas zu verlieren, das man nie gehabt hat – aber hätte haben können. Leider Zum Glück ist es zu spät, hier unbeschadet wieder raus zu kommen, also Augen zu und durch. Das Glück, ihn bei mir zu haben, entschädigt für die Angst.
Endlich nicht mehr feige sein, wenigstens hier nicht.

Weglaufen kann ich anderswo.

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