Plötzlich so groß

Auf einmal ist es so weit: Nächste Woche wird das Bruderherzchen 18 Jahre alt werden, endlich volljährig. Endlich? Schon!

In meinem Kopf funktioniert das so leider noch nicht. Die Vorstellung, dass er ab nächster Woche ganz alleine wird Auto fahren dürfen, dass er tatsächlich „erwachsen“ sein soll, das passt einfach nicht. Das kann noch nicht so weit sein.

Für mich ist er immer noch so klein (obwohl er das schon lange, lange nicht mehr ist, seit Jahren schon ist er deutlich größer als ich) und jung (was er nun augenscheinlich auch nicht mehr wirklich ist). Dieser Junge kann nicht volljährig werden! Er kann unmöglich nächstes Jahr Abitur machen und dann weggehen, er ist doch das Küken!
Und dann wagt er es auch noch, diesen denkwürdigen Geburtstag weit weg von zuhause bei einem Kumpel zu verbringen, ganz ohne die Familie…

Aber was habe ich anderes erwartet. Er stellt mich auf die Probe seit er auf der Welt ist, er bastelt an Herausforderungen seit er… nun ja… im Grunde wahrscheinlich seit er denken kann. Niemand kann überrascht sein, dass auch sein 18. Geburtstag eine Herausforderung ist.

Ich hoffe, dass er einen wundervollen Tag hat. Und möge jeder weitere Tag ihm so viel Gutes bringen, dass mit allem Schlechten zu leben ist.

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Temporär ein Stückchen größer

Liebe Belle, ich weiß, dass du dich in kurzer Zeit in derselben Situation befinden willst, und gerade deshalb muss eines mal gesagt werden: Du kannst das! Das ist keine Floskel, du bist verdammt gut darin, vor Leuten zu sprechen.

Du redest nicht zu schnell und auch nicht zu langsam (weil man eigentlich gar nicht zu langsam sprechen kann. Es sei denn, es ist dieser seltsame Kerl im letzten Vortrag. Dieser Vortrag war mindestens doppelt so lang wie alle anderen, weil der gute Junge in Rüdiger-Hoffmann-Manier uninteressantes Zeug erläuterte). Du klingst immer sicherer, je unsicherer du dich fühlst!
Das ist natürlich irgendwie bitter, das wissen wir beide. Hoffen wir, dass du dich niemals zu sicher fühlen wirst.

Erinnere dich an das Gefühl, vor der Gruppe zu stehen und Worte zu sagen. Vergiss das Unbehagen und den Hass auf dich selbst, wenn du deinen Namen sagst und deine Stimme bricht.
Erinnere dich daran, wie die Zuhörer interessiert auf die Folien geschaut haben, erinnere dich, dass du eine der besten warst an diesem Tag. Vergiss nicht, dass du das alles schaffen kannst, wenn du nur einmal tief durchatmest und anfängst zu reden.
Nicht zögern, nicht zaudern, das macht dir alles kaputt. Tief durchatmen, anfangen und dann nicht wieder aufhören bis du es hinter dir hast.

Die Hölle, die dir Herzrasen und schlaflose Nächte bereitet hat, die Hölle, die die letzte Woche geprägt und nicht vor Donnerstagmittag geendet hat, die wirst du wieder durchleben. Und du wirst sie überleben. Ich weiß das!

Und danach, da kannst du dir was gönnen. Da hast du nämlich echt was gerockt und kannst stolz sein. Der Teil fällt dir zwar besonders schwer, weil du dich darin suhlst, was du alles schlecht gemacht hast, aber das ist völlig kontraproduktiv.

Augen zu und rocken, sei ein Badass!

Für dieses Mal hast du es ja auch geschafft. Du hast ein paar Wochen zur Regeneration und vielleicht sogar Glück, dass du dich noch an den Stress erinnerst, wenn es an die Vorbereitung geht. Denn dann wirst du dich großartig vorbereiten.

That’s it.

Projekt Bücherregal: Der erste Monat

Vor einem knappen Monat habe ich begonnen, an meinem Stapel (= Regale in Mehrzahl) ungelesener Bücher zu arbeiten. Insgesamt sind das ungefähr 120 Bücher, habe da nochmal nachgezählt. Der Plan ist, jede Woche ein Buch zu lesen, und da ich viel vorgelegt habe, schaffe ich das im Schnitt vielleicht sogar.

Ken Follett: Sturz der Titanen

Diesen ersten Teil der Jahrhundert-Trilogie von Ken Follett habe ich am 26. Juli begonnen und einen Monat später, am 25. August, zuende gelesen. Etwas gedauert hat es am Schluss vor allem deshalb, weil es sich von Teil zu Teil doch etwas zieht – im Großen und Ganzen jedoch werde ich sicherlich die kommenden zwei Teile auch lesen. Das zwanzigste Jahrhundert ist aber auch spannend!

Iris Johansen: Pandoras Tochter

Diesen „Thriller“ habe ich schon einmal begonnen zu lesen, dann aber nicht beendet (glaube ich). Er beginnt sehr spannend, flacht aber recht schnell ab zu einer spannenden Liebesromanze. Als solche ist sie beileibe nicht schlecht, wenn auch vorhersehbar.
Wenn man aber weiß, worauf man sich einlässt, dann kann man das Buch sehr gut lesen. Das habe ich am 22. August innerhalb eines Tages gemacht.

Brad Meltzer: Das Buch der Lügen (23.08.-24.08.)

Ein Buch, das mir sehr gut gefallen hat – spannend bis zum Schluss und eine (in meinen Augen) gelungene Mischung aus Bibel, Superman und Nazis. Absolut zu empfehlen!

J.K. Rowling: Harry Potter and the Chamber of Secrets (?-26.08.)

Endlich habe ich mich auch an Harry Potter herangewagt, der in meiner Kindheit irgendwie an mir vorbei gezogen ist. Gefällt mir noch immer sehr gut, vor allem in Originalsprache!

Jonathan Stroud: Bartimäus – das Amulett von Samarkand (26.08.-27.08.)

Dieses Buch gehörte ursprünglich nicht zum Projekt, das hat mir der Freund aufs Hinterhältigste untergeschoben – und ich habe es sehr gerne gemocht! Nathanael nervte zwar auf die Dauer etwas, die Fußnoten auch, aber ich würde es wieder lesen. Und werde nun die kommenden Teile der Trilogie auf die Leseliste setzen. Im Regal stehen sie schon!

Rachel Klein: Die Sehnsucht der Falter (28.08.-31.08.)

Eigentlich wollte ich etwas spannendes lesen, das hat nur so halb geklappt: Die Sehnsucht der Falter ist mehr auf subtile Art spannend, fesselnd; und manchmal etwas langatmig. Keine wahnsinniger Glücksgriff, aber auch kein Griff ins Klo.

Das waren die Bücher der letzten Wochen. Schöne, spannende, lohnende Werke – und ich bin gespannt, wie sich diese Bücherregalsache weiter entwickelt!

Kurzer Monatsrückblick (08/15)

Wie war der Monat?

Gar nicht mal schlecht – sogar ziemlich gut! Umzug, so viel Neues, tolle und aufregende Sachen. Den Alltag mit dem Freund genießen, das alles verleiht dem August 4 von 5 Punkten (ein Punkt Abzug für den krankheitsbedingten Ausfall von Papa Belle sowie Operation am Finger bei Belle selbst).

Zugenommen oder abgenommen?

Nach dem Umzug den Überblick darüber verloren. Ehrlich gesagt auch nicht mehr auf die Waage getraut…

Mehr ausgegeben oder weniger?

Eindeutig mehr, kann das aber wieder auf den Umzug schieben: Da gabs einfach einen riesigen Haufen Kram zu besorgen. Ärgerlich, zumal im August die Studentenjobbezahlung ausfiel.

Mehr bewegt oder weniger?

Nach der Operation am Finger motorisch recht eingeschränkt gewesen (mit deutlichen Auswirkungen auf den Umzug). Also vermutlich noch viel weniger bewegt als im Juli.

Das leckerste Essen?

Gutes Essen ist irgendwie untergegangen letzten Monat. Keine Berichte hier.

Die beste CD?

Beim Autofahren viel „Moon Landing“ von James Blunt gehört, sonst eigentlich nur Radio.

Gelesen?

Siehe Projekt Bücherregal: Ken Folletts „Sturz der Titanen“ beendet, zudem „Pandoras Tochter“ von Iris Johansen, „Das Buch der Lügen“ von Brad Meltzer, „Harry Potter and the Chamber of Secrets“ von Joanne K. Rowling, „Das Amulett von Samarkand“ von Jonathan Stroud und „Die Sehnsucht der Falter“ von Rachel Klein. Begonnen wurde „Das Auge des Golem“ von Jonathan Stroud, „Der glückliche Prinz und andere Märchen“ von Oscar Wilde sowie „Das Salz der Erde“ von Daniel Wolf.

Ich denke es ist legitim zu sagen: Das Projekt Bücherregal hatte einen ganz hervorragenden Start!

Die meiste Zeit verbracht mit?

Den Kommilitonen und dem Freund, wie gehabt.

Die schönste Zeit verbracht mit?

Dem Freund und der Familie, ebenfalls wie gehabt. (Diese Kategorien werden langweilig. Da wird sich wohl nie etwas ändern!)

Das Highlight des Monats?

Der Umzug, ohne Frage. Mit so vielen lieben Menschen in einen so wundervollen neuen Teil meines Lebens gestartet!

So. Der Sommer ist wohl im Großen und Ganzen vorbei und der Herbst winkt in Belles neue Wohnung. Ich freu mich auf alles was kommt.