Annas Lesewochenende zum vierten Advent

Auch wenn ich sie (noch?) nicht wirklich kenne, musste ich Annas Aufruf zu einem gemeinsamen Lesewochenende einfach folgen – zu häufig schon hatte ich einfach keine Zeit, an solchen Events teilzunehmen, aber heute und morgen passt es mir hervorragend!

Ich steige ab sofort ein, überlege mir noch ein Seitenzahlenziel setze mir das ambitionierte Ziel, 1500 Seiten zu lesen (denn das entspricht den Restseiten meiner angefangenen Bücher) und beginne mit:
Ismaels Orangen von Claire Hajaj (angefangen auf Seite 342, beendet und insgesamt 100 Seiten gelesen.)
Acht Zimmer, Küche, Meer von Anna Rosendahl (angefangen auf Seite 14, beendet und insgesamt 351 Seiten gelesen)
Der Pfau von Isabel Bogdan (da ich dieses Buch aber dem Freund vorlesen muss, kann ich noch keine Prognose abgeben, ob das klappt) (angefangen auf Seite 33, aktuell auf Seite 105 und damit 72 Seiten geschafft)
Das Salz der Erde von Daniel Wolf (ein sehr stiefmütterlich behandelter Roman in meinem Regal der angefangenen Bücher; ich weiß nicht, ob ich den durchhalte, aber er wäre auf jeden Fall ein herausforderndes Ziel für diese Tage) (angefangen auf Seite 298, aktuell auf Seite 411 und damit 113 geschafft)
Etta und Otto und Russell und James von Emma Hooper (angefangen am Anfang, aktuell auf Seite 244, also 244 Seiten geschafft).

Ich bin gespannt, wie das klappt, und freu mich schon sehr auf diese zwei Tage!

Update 1 am Samstag, 13.30:
Gerade unter Tränen „Ismaels Orangen“ zuende gelesen, ein berührendes, schönes und an vielen Stellen traurig und wütend machendes Buch, das mich mit der Erkenntnis zurückließ, dass sich manche Dinge einfach in eine Richtung entwickeln, die niemand will, und die trotzdem niemand verhindern kann.
Sehr spannend fand ich es, die Orte, die man aus der Bibel kennt (Jerusalem, Galiläa,…) in diesem völlig anderen Kontext zu lesen. Romane in Israel gehören einfach nicht so richtig zu meinen Lesegewohnheiten.
100 von 1500 Seiten geschafft!

Update 2 am Samstag, 17.45:
Während zwischendurch eine ganze Menge anderes Zeug aktuell war, habe ich mir jetzt die zweite Lesezeit genommen und 120 Seiten von „Acht Zimmer, Küche, Meer“ gelesen. Bin mir noch nicht so ganz sicher, wie gut es mir gefällt, denn der Schreibstil scheint mir bisher noch etwas ungelenk. Mal schauen!
220 von 1500 Seiten geschafft.

Update 3 am Samstag, 21.15:
Etwas überraschend war „Acht Zimmer, Küche, Meer“ dann auch plötzlich zuende, sodass ich heute schon zwei (zuende-)gelesene Bücher zu verzeichnen habe. Darauf bin ich schon etwas stolz!
Der Roman selbst war sehr nett, wenn auch ziemlich seicht. Alles fügt sich am Ende irgendwie, alle sind glücklich und das ist echt nett, aber ein bisschen haben mir über die ganze Länge des Romans hinweg die Reibungspunkte gefehlt. Andererseits ist ein wenig seichte Unterhaltung auch nichts schlechtes.
Jetzt schau ich, was der Abend noch so bringt, und wie weit ich vielleicht bei „Das Salz der Erde“ noch komme – das entsprechende Update kommt aber aller Voraussicht nach erst morgen.
Schon 451 von 1500 Seiten geschafft!

Update 4 am Sonntag, 9.45:
Tatsächlich hat gestern noch was geklappt: Erst ein paar Seiten bei Daniel Wolf (bis auf Seite 340), dann abends im Bett ließ sich der Freund noch etwas aus dem Pfau vorlesen, sodass wir es dort bis auf Seite 105 geschafft haben. Gestern habe ich also insgesamt
565 von 1500 Seiten gelesen.

Heute fordert dann erst das echte Leben, aber ab mittags geb ich dann nochmal alles. Auf ein fröhliches Lesen!

Update 5 am Sonntag, 19.15:
Tja, das mit „ab mittags gebe ich nochmal alles“ hat nicht so richtig gut geklappt. Oder anders gesagt: Ich habe mich ein wenig durch „Das Salz der Erde“ gequält und beschlossen, es einfach erstmal wieder bleiben zu lassen. Der Plan war nicht schlecht, aber lohnt es sich wirklich, viel Zeit in einen Wälzer von über achthundert Seiten zu stecken, wenn es eigentlich vor allem anstrengend ist, ihn zu lesen? Ich glaube nicht. Habe heute noch einmal 71 Seiten davon geschafft und werde ihn nun fürs erste wieder ins Regal der Angefangenen stellen. Eigentlich macht er sich dort auch ganz hübsch und wer weiß, vielleicht kommt seine Zeit eines Tages noch.
Stattdessen werde ich den Abend damit verbringen, ein neues Buch anzufangen, und zwar „Etta und Otto und Russell und James“ von Emma Hooper, und wenn ich das heute noch schaffe, dann habe ich mein Seitenziel zwar um Längen verfehlt, aber immerhin drei Bücher beendet. Immer positiv denken!
636 von 1500 Seiten.

Fazit
Bis zum Schlafengehen habe ich noch 244 Seiten von „Etta und Otto und Russell und James“ gelesen und komme somit auf insgesamt 880 von 1500 ambitioniert geplanten Seiten. Aber wisst ihr was? Das ist immerhin mehr als die Hälfte, und da ich Daniel Wolf wieder einmal pausiert habe, kann ich damit auch sehr gut leben.
Mit diesem ersten Lesemarathon, an dem ich je so richtig teilgenommen habe, bin ich sehr zufrieden und freue mich schon sehr auf den nächsten, zu dem ich Zeit habe.
Daher: Vielen Dank an Anna für den Anstoß dazu und eine schöne letzte Woche vor den Weihnachtstagen!