Ein Jahr Freund

Ich bin so beeindruckt. Von mir, von dir, von uns; aber vor allem doch von mir selbst, irgendwie. Ein gutes Jahr kennen wir uns nun, ein knappes Jahr sind wir zusammen. Schon an monogame Beziehungen habe ich nie geglaubt, geschweige denn für möglich gehalten, dass du so unverhofft in mein Leben treten und einfach bleiben würdest. Und dass mich das so glücklich machen könnte.

Du warst das allerbeste Weihnachtsgeschenk des letzten Jahres, vielleicht gar das beste meines bisherigen Lebens. Ich bin so dankbar:
Für deine Grimassen und dein Grinsen, und wie gekonnt du selbst die blödesten Situationen mit beidem entschärfen kannst. Für deine Sprüche, die mich zum Lachen bringen, und für dein Lachen, das mein Herz schier zerspringen lässt.
Für die Ausdauer, mit der du mich liebst, für die Geduld mit meinem Früh-am-Morgen-Ich. Für den Alltag und das Besondere, für deine ansteckende Freude und für deinen Trost, wenn nichts mehr geht. Für Streit selbst, weil du mich nimmst wie ich bin und trotz allem niemals zögerst, mich in den Arm zu nehmen; egal, wie erbittert uneinig wir uns gerade gegenüber stehen.

Du schenkst mir Mut und Zuversicht, wenn mir eines davon fehlt. Du ermöglichst mich Vertrauen in mich selbst und in andere, und das ist so viel.

Bleib so fabelhaft wie du bist. Sei liebenswert und liebevoll und lass mich dich glücklich machen – so lange es uns beide glücklich macht.

Advertisements

Big news

Kurz-vor-Klausur-Zeit, Lernzeit, Prokrastinationszeit – wie sehr sich manches verändert hat und wie gleich doch alles immer wieder ist.

Seit dem letzten Blogeintrag ist einige Zeit vergangen. Inzwischen ist das Sommersemester fast vorbei, Belle hat eine Menge gelernt und der Freund ist mehr denn je Teil ihres Lebens. Warum?
Spätestens zum ersten September, wohl eher schon im August, werden er und sie gemeinsam in eine eigene Wohnung ziehen. Also raus aus dem WG-Leben, weg von Klopapier-Desaster und dreckigen Küchen, in schwindelerregender Geschwindigkeit auf ein neues Leben zu – und das ist gut.

Zwischendurch erschreckt es mich, wie verbindlich so ein Zusammenziehen alles macht. Wie sehr es in näherer Zukunft Alltag werden wird, sehr erfreulicher Alltag, mit dem Freund zusammen zu wohnen. Gedanken darüber, wie man sich organisiert, wie man Freiräume schafft und das Zusammenleben dann einfach genießen kann. Ich möchte wieder mehr Zeit finden, meine Gedanken zu formulieren. Immer wieder gerät mir in Vergessenheit, wie gut das tut. Sich Dinge von der Seele zu reden, zu schreiben, zu denken.

Zeit zu finden

Langsam geht, ich merk es kaum,
Die Sonne unter über’m See.
Lehn schon zu lang an diesem Baum;
Inzwischen tut mein Rücken weh.

Wo kommen all die Vögel her?
Schweigend sitz ich hier und staune
Still lausche ich, hör immer mehr,
Wo ist sie hin, die schlechte Laune?

Für Dinge, die so herrlich sind,
(das denk ich, als die Vögel schwinden)
Ob Sonnenschein, ob rauer Wind,
Lass mich doch öfter Zeit mal finden.

Zeit zu finden für die großen Dinge und die kleinen. Mit der Berlinerin zu telefonieren, Briefmenschen zu antworten, Zeit, die „Zeit“ zu lesen. Zu bloggen, ein wenig.

Ob das schaffbar ist?