Ein Jahr Freund

Ich bin so beeindruckt. Von mir, von dir, von uns; aber vor allem doch von mir selbst, irgendwie. Ein gutes Jahr kennen wir uns nun, ein knappes Jahr sind wir zusammen. Schon an monogame Beziehungen habe ich nie geglaubt, geschweige denn für möglich gehalten, dass du so unverhofft in mein Leben treten und einfach bleiben würdest. Und dass mich das so glücklich machen könnte.

Du warst das allerbeste Weihnachtsgeschenk des letzten Jahres, vielleicht gar das beste meines bisherigen Lebens. Ich bin so dankbar:
Für deine Grimassen und dein Grinsen, und wie gekonnt du selbst die blödesten Situationen mit beidem entschärfen kannst. Für deine Sprüche, die mich zum Lachen bringen, und für dein Lachen, das mein Herz schier zerspringen lässt.
Für die Ausdauer, mit der du mich liebst, für die Geduld mit meinem Früh-am-Morgen-Ich. Für den Alltag und das Besondere, für deine ansteckende Freude und für deinen Trost, wenn nichts mehr geht. Für Streit selbst, weil du mich nimmst wie ich bin und trotz allem niemals zögerst, mich in den Arm zu nehmen; egal, wie erbittert uneinig wir uns gerade gegenüber stehen.

Du schenkst mir Mut und Zuversicht, wenn mir eines davon fehlt. Du ermöglichst mich Vertrauen in mich selbst und in andere, und das ist so viel.

Bleib so fabelhaft wie du bist. Sei liebenswert und liebevoll und lass mich dich glücklich machen – so lange es uns beide glücklich macht.

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Ich liebe… #2

Wahrscheinlich mag es jeder Mensch, Post zu bekommen. Vielleicht gehöre ich auch tatsächlich zu den Menschen, die besonders gerne etwas in ihrem Briefkasten finden – im echten, wohlbemerkt, nicht im virtuellen.
(Natürlich bekomme ich auch gerne E-Mails von lieben Menschen, aber das Mail-Symbol in der oberen linken Ecke des Smartphones kommt an das Gefühl, echtes Papier in den Händen zu halten, einfach nicht ran!)
Dazu kommt, dass ich auch gerne schreibe, egal ob Blog, Briefe oder Postkarten, ich teile mich einfach gerne mit.

Wegen all dieser Kleinigkeiten war ich ausgesprochen interessiert, als ich letztes Jahr im Berlin-Urlaub auf einem dieser Papiertütchen für Postkarten Werbung für postcrossing sah. Postcrossing ist eine Community, deren Motto ist „send a postcard and recieve a postcard back from a random person in the world“.
Das Prinzip ist denkbar einfach: Man meldet sich an (mit vollständigem Namen und Adresse natürlich, man will schließlich echte Post bekommen), fordert Adressen an und schickt fremden Menschen eine Postkarte. Zusammen mit den Adressen kommt eine Postcard-ID, die man auf die Postkarte schreiben sollte, und außerdem Informationen über sich selbst, die der Empfänger mitteilen möchte. Da kann man dann häufig lesen, wie alt derjenige ist, was er beruflich und in seiner Freizeit gerne macht und welche Art Postkarten er bevorzugt.
Wenn die Karte dann letztendlich versendet und angekommen ist, registriert der Empfänger die Postcard-ID bei postcrossing und irgendjemand auf der Welt bekommt als nächstes die eigene Adresse zugeteilt.

Zugegeben, je nach Leidenschaft, mit der man die Sache angeht, ist dieses Hobby nicht so richtig billig. Postkarten muss man kaufen und für Porto bezahlt man ins Ausland (für Postkarten ebenso wie für Standardbriefe übrigens) 75 cent.
Allerdings freue ich mich wie ein Kind über jede Postkarte, die ihren Weg in meinen Briefkasten und kurz danach an meinen Kleiderschrank findet (und das sind immerhin zum aktuellen Zeitpunkt schon 37 Stück!), deshalb ist es mir das wert.

Und nun mach ich mich auf den Weg ins Einkaufscenter. Postkarten und Briefmarken kaufen!

Ich liebe… #1

Eine der größten Schwächen, die ich vorweisen kann, ist die für Tante Dimity. Da zumindest in meinem Umfeld so gut wie niemand Tante Dimity kennt, sollte ich das wohl etwas näher erläutern:

Tante Dimity ist Figur einer gleichnamigen Krimi-Buchreihe, die in den Cotwolds in England spielt. Hauptperson ist die Amerikanerin Lori Shepard, die die Geschichten aus der Ich-Perspektive erzählt. Sie erzählt von ihrem Mann Bill und ihren Kindern Will und Rob, mit denen sie gemeinsam in dem kleinen, verschlafenen Dörfchen Finch lebt. Man lernt die Dorfbewohner kennen sowie viele alte und neue Freunde, die Lori und ihre Familie in England finden; und nicht zuletzt eine weitere, etwas ungewöhnliche Bewohnerin des Cottages, Tante Dimity.
Dimity Westwood war zu Lebzeiten eine gutherzige, großzügige und wohlhabende Engländerin, der Loris Cottage gehörte. Nach ihrem Tod vererbte sie Cottage und Vermögen an Lori, kann es allerdings nicht lassen, mithilfe eines blauen Notizbuchs aus dem Jenseits mit Lori zu kommunizieren…
Klingt irgendwie seltsam, ist aber großartig! Weiterlesen