Alles Ansichtssache: Italien, die Erste (4.10.2014)

„Statistisch betrachtet ist das gefährlichste an einer Flugreise die Autofahrten zum Flughafen und von dort wieder weg.“
Diese klugen Worte hatte mir ein Freund Freitagabend noch mit auf den Weg gegeben. Ich habe nur gelacht – als wir aber heute Morgen die Ankunftshalle des Flughafens Ciampino bei Rom verließen, zweifelte ich diese These nicht länger an.
Selten habe ich in einer Zeitspanne wie der, die wir auf unseren Fahrer warteten, so viele Autos hupen hören. Glauben die, es geht schneller, wenn man auf dem Parkplatz die augenscheinlich defekte Ausfahrt-Schranke anhupt? Oder geht es damit vielleicht tatsächlich schneller und wir blöden Deutschen habens bloß noch nicht kapiert?

Unser Fahrer sprach nicht viel. Die Vermutungen, woran das liegen könnte, reichten von „Vielleicht spricht er kein Englisch“ über „oder er ist einfach wahnsinnig schüchtern“ bis hin zu meinem Favoriten, er müsse sich zu sehr aufs Autofahren konzentrieren. Warum das mein Favorit ist? Nun, der gute Mann fuhr, als wollte er alle Vorurteile, die man über römische Autofahrer so haben kann, bestätigen übertreffen. Mama Belle hielt sich an ihrem Sitz fest, ich selbst atmete konzentiert und betont ruhig durch die Nase während ich hoffte, die Welt möge aufhören sich so schwindelerregend zu drehen, und das Bruderherzchen? Das hatte ein fettes Grinsen auf den Lippen und kommentierte nach Ankunft am Hotel (das übrigens ziemlich großartig zu sein scheint) „Ich steh auf das italienische Verkehrskonzept!“

Bevor wir uns zu einer ersten kurzen Tour durch Rom selbst aufmachten, bezogen wir die Zimmer – ich auf noch immer wackligen Beinen – und holten etwas verpassten Schlaf nach.
Und nun, nach dem Fußmarsch, sind die Beine noch schwerer und der Kopf wahnsinnig müde.

Daher fürs erste nur: Beste Urlaubsgrüße aus der Sonne!
Eure Belle

(Zum nächsten Teil des Reiseberichts geht es hier)

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