Lyrikkalender: November 2013

Da dieses insgesamt das dritte Sonett ist, das ich verfasst habe, hab ich mich an Shakespeare orientiert für ausgesprochen unkreative Titelgebung entschieden. Die letzten zwei Zeilen möge man sich eingerückt vorstellen, die Umsetzung ist mir hier leider nicht so gelungen, wie ich das hatte haben wollen.

Sonnet 3

Johanna, though you’re far away from here,
I hope you don’t forget your loving ones
We hold you in our hearts, we keep you near
(At least do I, the past and coming months)
How strange it feels, right after all these years
We saw each other more than once a week
But everything we knew now disappears
And all new life is what we have to seek.
Johanna, Dear, I’ve spent the whole last night
To fight ‘gainst this iambic pentameter
But sonnets rule!, that’s why I so long tried
To find a rhyming word which ends on “eter”.
I’m giving up, I’ve had enough of this
Just let me tell you: Thou art truly missed.

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Lyrikkalender: Oktober 2013

Drachenlied

Seh‘ im Wind den Drachen steigen
Stoffbespanntes Holzskelett
Ach, wie gerne könnt‘ ich fliegen
Wenn ich doch nur Flügel hätt‘

Hoch über den Wolken schweb‘ ich,
bläst der Wind mir ins Gesicht,
bleibt mir fast der Atem stehen –
Doch die Tiefe schreckt mich nicht.

Könnte ich nur ewig bleiben
Näher an die Sonne ran
Doch leider, auch aus schönstem Traum
Erwacht man irgendwann.

Lyrikkalender: September 2013

Niemandsweg

Unaufhaltsam weitergeh’n
Nach vorne, nicht zurück
Der Weg, der dunkel vor mir liegt,
Ich wünscht‘, ich könnt‘ ihn seh’n.

Langsam, langsam, viel zu schnell
– war’n Blätter grad noch grün –
Nimmt gelb und rot jetzt Überhand
Der Welt wächst Winterfell

Was ich jetzt fühle, weiß ich nicht
Der Weg durchs Niemandsland
Wenngleich er kalte Tage kreuzt
Führt er doch auch durchs Licht.