Bilanz eines Wochenendes

Ich gebe beim Einkaufen eigentlich nie besonders viel Geld aus. Weder kaufe ich viel, noch kaufe ich teure Sachen – prinzipiell immer eher günstig als eine Marke. Natürlich gibt es auch da Ausnahmen, und eine hat sich gestern bezahlt gemacht: Nagellack.

Aber fangen wir von vorne an.
Vor Monaten hatte ich einer Freundin auf die Frage, ob ich am 6. September wohl Zeit hätte, leichtfertig mit „ja sicher“ geantwortet. Der Grund für die Frage war die Hochzeit ihrer großen Schwester, die ganz gerne zusätzlich zu einem jüngeren Thekenteam zwei ältere, volljährige und garantiert zuverlässige Mitstreiterinnen haben wollte: meine beste Freundin und mich.
Vom ursprünglichen Plan, dass wir beide eher beaufsichtigen während die anderen sich um die Gäste kümmern, blieb allerdings im Endeffekt nicht ganz so viel übrig. Einige hatten abgesagt, sodass wir im Endeffekt sieben Kellner für 160 Gäste waren. Mit Kaffeetrinken, Kuchen und abends Buffet, von 15 Uhr bis fünf Uhr morgens.

Und am Ende des Tages? Da war das einzige an mir, das noch ausgeruht und frisch aussah, der herrliche Essie-Nagellack. Völlig unberührt von heißem Spülwasser und Bierduschen, ohne jede Spur von Verwüstung (und die hatte an der restlichen Belle Spuren genug Hinterlassen).
So konnte ich mein Gesicht heute wenigstens hinter gutaussehenden Händen verstecken, was will man mehr?