101 und so

Der Trend ist zwar lange vorbei, aber das hat mich ja bisher noch nie gestört: Während die meisten der „101 Dinge in 1001 Tagen“-Projekte irgendwann dieser Zeit auslaufen und die 1001 Tage zuende sind, habe ich Anfang dieses Jahres eine neue Liste erstellt und werde den Versuch wagen.
Unter meinen 101 Dingen finden sich Sachen, die ich schon immer mal machen wollte, wozu ich aber nie gekommen bin; Sachen, die ich immer vor mir herschiebe; Sachen, die einfach nicht einfach so passieren. Also jetzt dieser Versuch.
Ich erhoffe mir eine Menge davon, aus mehreren Gründen: Ich mag Listen, ich mag es, Dinge abhaken zu können und er geht mir besser, wenn ich mir Dinge vornehme. Trotzdem will ich nicht mit Druck an dieser Sachen herangehen und habe deswegen die Ziele relativ niedrig angesetzt. Außerdem nehme ich mir die Freiheit, einzelne Punkte zu ersetzen.

Nun habe ich also eine Liste von spannenden Dingen, eine Deadline, und zum jetzigen Zeitpunkt eine große Portion Optimismus und Vorfreude auf all das, was da selbstgewählt auf mich zukommt. Na ja, auf fast alles jedenfalls. Vorhang auf!

Startdatum: 11.01.2016
Enddatum: 08.10.2018
Stand am 11.01.16.: Schon 2 von 101 Dingen erledigt

Beginn
001. Einen Anfangspost schreiben (hiermit geschehen)
002. Eine Spardose suchen/finden/besorgen
003. Pro erledigter Aufgabe 2 Euro in die Spardose werfen
004. Monatlich auf mindestens 4 Euro kommen (das sind nur zwei Dinge. Völlig machbar)

Menschen
005. Zweimal die Mädels in Berlin besuchen (0/2)
006. Zweimal die Aachenerin besuchen (0/2)
007. Monatlich eine Postkarte oder einen Brief verschicken (0/33)
008. Freundeslisten bei facebook etc aktuell halten
009. Eine Familienfeier in der eigenen Wohnung veranstalten
010. Eine echte neue Freundschaft schließen
011. Einmal im Monat einfach so Mama anrufen (0/33)
012. Den Freund behalten

Reisen und Ausflüge
013. Drei echte Urlaube: Einen in den Bergen, einen am Meer, einen in einer Stadt (0/3)
014. Dreimal in der näheren Umgebung wandern gehen (0/3)
015. Zweimal ins Theater gehen (0/2)
016. Zwei Kinoabende machen (0/2)
017. Zwei Ausstellungen/Museen besuchen (0/2)
018. Ein Musical besuchen
019. In den Zoo gehen
020. Zwei Events außerhalb von Gebäuden: Barfußpfad, Freilichtmuseum,… (0/2)
021. Eine Autorenlesung besuchen
022. Zu Gast sein bei einer Hochzeit
023. Schlittschuh laufen gehen
024. Ins Planetarium gehen
025. Einen Flohmarkt besuchen
026. Ein Picknick veranstalten
027. In den Kletterpark gehen
028. Eine Mitternachtspremiere besuchen (zum Beispiel Star Wars VIII…)
029. In einen Freizeitpark fahren
030. Tretboot fahren
031. Eine Kletterhalle besuchen (und klettern)
032. Zwei Wochenendtrips unternehmen in Städte, in denen ich noch nicht war (0/2)
033. Zu einer Buchmesse fahren

Kulinarisches
034. Monatlich ein besonderes/neues Rezept ausprobieren (0/33)
035. Das Rezeptbuch aktuell halten
036. Fünf neue Restaurants ausprobieren (0/5)
037. Semmelknödel selber machen
038. Marmelade kochen
039. Dem Freund ein Candle-Light-Dinner kredenzen
040. Einen Monat ohne Süßigkeiten verbringen
041. Gemüsebrühe machen
042. Einen Monat vegetarisch essen
043. Eine Woche Fasten ausprobieren
044. Einen Kochkurs besuchen
045. Ein perfektes Dinner für Freunde kochen
046. Nudeln machen
047. Jedes Jahr einen Geburtstagskuchen für den Freund backen (0/3)
048. Kräuter anpflanzen und verwenden
049. Fisch probieren
050. Brot backen

Körper
051. Die Augenbrauen zupfen lassen
052. Ein Wellnesswochenende gönnen
053. Das Gewicht auf 73 kg bringen
054. Ernsthaft Yoga probieren
055. Von einem Profi massieren lassen
056. Einen Spaziergang pro Monat machen (0/33)
057. Fünfmal Blutspenden (0/5)
058. Vier Uni-Sportkurse belegen (0/4)
059. Zum Zahnarzt gehen
060. Einen neuen Haarschnitt wagen
061. Zum Augenarzt gehen
062. Durchschnittlich eine sportliche Betätigung die Woche schaffen (0/143)
063. Eine andere Haarfarbe wagen

Kreatives
064. Fünf selbstgemachte Geschenke verschenken (0/5)
065. Öfter (=zweimal die Woche) Klavier spielen (0/286)
066. Ein Paar Socken stricken
067. Ein Mandala im Monat ausmalen (0/33)
068. Zwei Fotoalben erstellen (0/2)
069. Mir ein Kleidungsstück nähen

Medien
070. Rezensionen zu allen gelesenen Büchern geschrieben haben
071. Maximal zehn Bücher auf dem SuB
072. 15 mir unbekannte Bücher (beispielsweise beliebteste Werke o.ä.) lesen (0/15)
073. An einem Lesemarathon teilnehmen
074. Einen Abend im Monat ohne Fernseher, PC, Handy verbringen (0/33)
075. Eine Bibliothek in der Studentenstadt ausfindig machen, einen Ausweis beantragen
076. Buchempfehlungen vo zehn Leuten einholen und diese Bücher lesen (0/10)
077. Bücher aussortieren
078. 101 Bücher gelesen haben (0/101)
079. Harry Potter gelesen haben

Beruf/Studium
080. Vier SHK-Jobs machen (oder etwas gleichwertiges) (0/4)
081. Den Bachelor erreicht haben

Wohnung
082. Die Terrassse bepflanzen
083. Mal die Fenster putzen
084. Eine Fritteuse kaufen/schenken lassen
085. Sechsmal den Kühlschrank putzen (0/6)
086. Vorhänge für die Wohnung besorgen
087. Verschiedene thematische Deko besorgen, dekorieren
088. Eine bessere Kleiderschranklösung fürs Schlafzimmer finden
089. Die Berge an Zeit-Ausgaben (lesen und) entsorgen
090. Irgendetwas in der Wohnung renovieren

Dies und das
091. Einen Chor ausprobieren
092. In jeder Straße der Studentenstadt gewesen sein
093. Zu den interessanten Punkten dieser Liste Blogartikel schreiben
094. Nach einem Ehrenamt in der Studentenstadt suchen
095. Bei einem Flohmarkt Dinge verkaufen
096. Alle offenen Gutscheine einlösen
097. Eine Sprache (wieder-)lernen
098. Weihnachtsgeschenke am 30.11. fertig haben (0/3)

Abschluss
099. Einen Abschlusspost verfassen
100. Pro nicht erledigter Aufgabe fünf Euro in die Spardose
101. Eine neue Liste mit 101 Dingen erstellen

Liebe Grüße

Aller Menschenscheue und Alltagsgrummeligkeit zum Trotz hat der langjährige Reitunterricht mindestens einen durchschlagenden Erfolg zu verzeichnen: neben einer ausgewachsenen Pferdehaarallergie und der Fähigkeit, auf jeglicher Art von Fortbewegungsmittel sitzen zu bleiben (egal, ob buckelndes Pferd oder sich auf die Seite drehender Schlitten), kann Belle grüßen. Mit einem Lächeln im Gesicht, auch wenn die Laune noch so tief im Keller ist. Busfahrer/innen, Kassierer/innen, Verwandte/Bekannte und sowieso jeden, der freundlich guckt.

Beigebracht hat mir das die Reitlehrerin, deren oberstes Gebot bei Ausritten (gleich nach „Sei auf alles gefasst“ und „Nach Hause geht immer am schnellsten“) war, alle Spaziergänger freundlich zu grüßen. Sieht ja sonst auch gefährlich aus, geradezu beängstigend, diese Menschen auf den großen Tieren.

Inzwischen habe ich festgestellt, dass dieses Gegrüße gar nicht so schlecht ist. Es bringt einen dazu, eigentlich grundlos zu lächeln (und sowas überträgt sich in einem gewissen Rahmen aufs Gemüt); man spricht auch mal mit Menschen (das vermeide ich ja ansonsten recht ausdauernd und durchaus erfolgreich); und last, but not least: Die freuen sich! Man glaubt das vielleicht nicht, aber fast keiner der miesepetrig dreinschauenden Busfahrer konnte sich einen ganz leichten Anflug von Lächeln vollständig verkneifen. Das wäre ja auch grob unhöflich und widerspräche damit sicherlich der Firmenpolitik. Oder so.

Es ist so weit, dass die üblichen Busfahrer, die man hier ständig sieht, mich schon anlächeln, wenn ich auch gar nichts sage.
Ich find das gut!

Weiterwachsen

Man kann es glauben oder nicht, aber am vergangenen Mittwoch hatte Belle tatsächlich ihr erstes Tutorium überstanden. Souverän und selbstbewusst (haha), kompetent und wirklich gut vorbereitet. Und dann war es sogar gar nicht so richtig schlimm, nur am Anfang. Na ja, und währenddessen. Und ein bisschen auch noch danach, als sie endlich wieder als Studentin in ihrer eigenen Übung saß. Da brauchte es noch ein bisschen, bis alles wieder normal war. Aber ich glaube fest daran: man wächst an allem, was man so tut, und jedes Mal wenn man sich zu etwas überwindet, dann wird es etwas weniger schlimm. Fühlt sich noch nicht so an, aber das wird kommen.

Abgesehen davon ist es dringend notwendig, meinen Lebensrhythmus und mein Zeitmanagement wieder anzupassen und mit den Herausforderungen des Unialltags zurecht zu kommen. Läuft noch nicht so.

Schönes Wochenende!

Bloß ein bisschen Angst

Von Zeit zu Zeit – jetzt, da es immer schneller auf den Beginn des Übungsbetriebs in der Uni zugeht, immer öfter – frage ich mich, welcher Teufel mich bitte geritten hat, als ich mit als studentische Hilfskraft gemeldet habe.

Wie konnte ich nur so vermessen sein und denken, dass ich das kann? Als kleine Studentin im gerade einmal dritten Semester? Wieso?!
Ich sehe mich schon vor der Übungsgruppe stehen, kein Wort herausbringend während langsam all mein Wissen zähflüssig auf den grauen Boden tropft, mich schleichend aber unaufhaltsam verlässt. Ich seh schon die murmelnden Studenten, wie sie da sitzen und zuschauen, meinem Herzrasen und meinen zitternden Fingern. Meine eigenen Kommilitonen, kopfschüttelnd über dieses Mädchen, das ihren eigenen Kram kaum hintereinander bekommt und meint, sich jetzt auch noch von der Uni bezahlen lassen zu können.
Wieso bitte habe ich nicht noch ein Jahr warten können? Wieso?!

Dann mache ich die Augen zu und atme tief durch. Halte mir vor Augen, dass wir Grundlagen behandeln, wirklich nur Grundlagen. Dinge, die ich mir vielleicht nochmal anschauen muss, aber eigentlich kann. Und dass es nicht schlimm ist, mal eine Antwort nicht zu wissen, weil niemand alles weiß. Und dass ich wachsen werde an dieser Aufgabe, die da vor mir liegt. Das ist überhaupt das motivierenste: Wie auch immer es ausgeht, ich werde daran wachsen. Und das schaff ich. Und eigentlich freu ich mich sogar drauf.

Ich hab bloß ein bisschen Angst…