Geburtstag mal anders: Italien, die Dritte (6.10.2014)

Heute ist das Bruderherzchen 17 geworden. Irgendwie seltsam, Geburtstag im Urlaub zu feiern – normalerweise macht man da ja was besonderes, bekommt Besuch oder so. Im Urlaub dagegen ist das mit dem Besuch schwierig, und stattdessen ist alles besonders: Man geht eh ständig essen, da fällt so ein „besonderer Tag“ gar nicht weiter auf.

Aber natürlich haben wir uns vorrangig nach den Bruderherz-Wünschen gerichtet: den Vormittag (nach zwei kleinen Päckchen im Bett und Frühstück im Restaurant) im Hotel verbracht, auf einer der Terrassen mit Blick auf Rom und die Weinberge Karten geschrieben und gelesen. Und natürlich das W-Lan genutzt um Glückwünsche zu lesen.
Am frühen Nachmittag gings dann nach Rom und mit Pizza gestärkt auf zum Colosseum. Das ist nach unserem Urteil definitiv lohnend: ein gigantisches Bauwerk, beeindruckender Blick von den Besichtigungswegen in die Arena und zwischen den uralten Mauern aufwärts, und nicht zuletzt: wohltuend kühle Luft im Schatten der Gemäuer. Gerade, wenn man Vorstellungsvermögen besitzt und Spaß daran hat, den tausend Jahre alten Spuren der Römer zu folgen, ist das nur zu empfehlen.
Das Ticket (12 € für Erwachsene ab 25, 7,50€ für unter-25-Jährige und umsonst für unter-18-Jährige, wenn ich das noch richtig im Kopf habe) ist zwei Tage und auch für die archäologischen Ausgrabungsstätten rund um den Palatino und das Foro Romano gültig – das kommt dann morgen an die Reihe.

Vom Colosseum sind wir in Ruhe Richtung Piazza Venezia gelaufen, dort ist es allerdings ziemlich ungemütlich. Viel Verkehr und Gehupe, aber immerhin konnte man mal einen Blick auf das Grab des unbekannten Soldaten werfen, bevor wir mit dem Ziel Trevibrunnen vor den Verkehrsmassen geflohen sind.
Und wozu? Nur, um dann am Trevibrunnen angekommen eine Verkehrsführung der anderen Art zu erleben. Hat etwa jemand die Iluusion, es könne sich bei einem Brunnen um ein mit Wasser gefülltes Bauwerk handeln? Völlig daneben, jedenfalls zur Zeit. Er ist nämlich mit Plexiglasscheiben abgesperrt, nahe heran kommt man bloß auf einem Steg, der auf der einen Seite zum Brunnen hin- und auf der anderen Seite wieder wegführt. Dekoriert hat man selbigen mit Schildern, die Aufforderungen tragen wie „Nicht stehenbleiben“ sowie „Kein Geld in den Brunnen werfen“.
So ein Drama ist das allerdings nicht, wie ich zugeben muss: Denn zum einen fehlt, wie gesagt, das Wasser; zum anderen ist auch der Brunnen selbst zum Teil in Baugerüste eingepackt. Alles in allem ist also eher nichts zu sehen, aber ich kann sagen, ich war beim Trevibrunnen! (Falls jemand plant, nach Rom zu fliegen: Nach Aussage meiner besten Freundin lohnt es sich aber trotzdem wirklich, zu versuchen, einen Blick zu erhaschen. Zitat: „Das ist das Schönste in Rom!“. Und die können ja auch nicht ewig daran herumbauen…)

Inzwischen war es dunkel, Belle hatte keine Lust mehr, und so machten wir uns – auf Wunsch des Geburtstagskindes mit einem Zwischenstopp bei einem echten Brunnen auf der Piazza Barberini – mit Metro und Regionalbahn auf den Weg zurück zum Hotel.
Mit einem festlichen Geburtstagsabendessen – Baguettes mit Tomate und Mozzarella, eine Tafel Milkaschokolade und zwei Dosen Bier aus der Minibar – beendeten wir den Tag und stellten abschließend fest: ein schöner Tag, nicht ganz so heiß wie die davor, aber als Geburtstag komisch. Insbesondere, wenn man als Oktoberkind plötzlich am Geburtstag Sommerfeeling hat.

(Zum ersten Teil des Reiseberichts geht es hier, zum nächsten hier)

Rome by bus: Italien, die Zweite (5.10.2014)

Mama Belles Fußverletzung (ich berichtete) schrie nach der gestriegen Tour lauthals um Aufmerksamkeit, deshalb haben wir uns heute durch die Stadt fahren lassen: In offenen hop-on-hop-off-Bussen lässt sichs definitiv aushalten! Vor Tourangeboten haben wir uns gestern schon kaum retten können, und heute haben wir dann einfach das erste angenommen, das uns über den Weg gelaufen ist. Ausschlaggebendes Argument fürs Bruderherz: „free Wi-Fi“!
Zwar mussten wir eine ganze Zeit lang anstehen, bis wir endlich in einen der Buss gekommen sind, und konnten in der Warteschlange nicht einmal den Straßenverkäufern ausweichen, die mit Hüten und eiskaltem Wasser ziemlich penetrant auf Kundenfang gingen; dafür hatten wir dann aber gute Sitzplätze im oberen Stockwerk unter freiem Himmel. Und dort blieben wir fürs erste: von Sonne beschienen, trotzdem Wind um die Nase, da konnte selbst der römische Verkehr die Entspannung nicht trüben.

Recht wenig überzeugend waren allerdings die erklärenden Texte, die man in dieversen Sprachen über Kopfhörer anhören konnte: nicht passend zu dem, was man sah (also deutlich zu früh oder zu spät); eigenartig übersetzt (so hieß es an einer Stelle in jeder Sprache außer Deutsch „Wir biegen rechts ab.“, während im Deutschen von links die Rede war); qualitativ zum Teil so schlecht, dass es kaum zu verstehen war; Kopfhörer und/oder Buchsen hatten Wackelkontakte; und nicht zuletzt war im Ganzen mehr Pausenmusik zu hören als informative Texte.
Aus all diesen Gründen (und, weil die Kopfhörer unbequem im Ohr saßen) hab ich mich nach der ersten Runde auf gucken und genießen beschränkt und die Audiotour weggelassen. War auch nicht schlimm, aber beim nächsten Mal würde ich doch einen anderen Anbieter bevorzugen.

Verlassen haben wir unseren Bus im Prinzip nur zu den Mahlzeiten: Mittags gabs Nudeln (allerdings laut Speisekarte aus tiefgefrorenem Fertigessen – dafür wars dann doch recht teuer, aber lange suchen wollte auch niemand) und abends Döner für Belle und das Bruderherz und indischen Reis mit Gemüse für Mama Belle.

Abgesehen davon haben wir den Tag – bedingt durch Mama Belles Bestreben, den Fuß hochzulegen – im Großen und Ganzen busfahrend zugebracht. Resultat: Sonnenbrand statt schmerzender Füße, aber irgendwas ist ja immer.

(Zum ersten Teil des Reiseberichts geht es hier, zum nächsten hier)

Und mal wieder…

… mal wieder sind die Semesterferien fast zu ende – zweieinhalb Wochen bleiben noch, wenn ich mich nicht irre, und eine davon werde ich in Rom verbringen. Freu ich mich ja drauf, so ist das gar nicht, aber irgendwie brauch ich eigentlich immer noch ein bisschen Zeit, um nach einem Urlaub wieder in der Realität anzukommen. Das wird in diesem Fall eher nichts werden, am Freitag kommen wir zurück und am Montag gehts dann wieder los.

Da kommen natürlich nun Fragen auf. Wie sieht das aus, alle Pläne durchgeführt (Haha. Ha.)? Was für die Uni getan (…)? Wenigstens irgendetwas geschafft?
Es hält sich in Grenzen. Aber entspannt habe ich, Familienleben genossen und Freundschaften gepflegt, Briefe und Mails geschrieben; alles in allem also wirklich viel Wohlfühlprogramm zelebriert. Und mal ehrlich: Wenn nicht jetzt, wann dann?

Irgendwann werde ich (so Gott will) einen Job und eine Familie haben. Na ja, wenigstens Kinder. Soll ich dann in den Tag leben? Wohl eher nicht. Im Übrigen tu ich während der Vorlesungszeit wirklich genug, um mich jetzt nicht schuldig fühlen zu müssen, dass ich nichts getan habe. Das klingt wie eine Rechtfertigung? Ist es irgendwie auch. Man glaubt gar nicht, wie schief man angeschaut wird, wenn man nichts macht. Purer Neid der arbeitenden Bevölkerung, da bin ich sicher. Aber trotzdem muss ich mir nicht erzählen lassen, ich als Studentin würde ja wohl das ganze Jahr chillen, und das sähe man ja von März bis April sowie von August bis Oktober. All den Menschen, die sowas sagen, würde ich liebend gern mal einen Einblick in die Klausurvorbereitungswochen gönnen: sieben Tage die Woche locker zehn Stunden lernen am Tag, und das jeweils nen guten Monat lang. Zusätzlich die reguläre Arbeitsbelastung während des Semesters mit Hausaufgaben, Vorlesungen und Vor- sowie Nachbereitungen. Zusammengefasst: Studieren ist nicht Hochleistungschillen. Auch, wenn das manche Leute offensichtlich meinen. Da könnt ich ausrasten!

Endlich Montag

Ich muss gestehen, ich habe den heutigen Tag herbeigesehnt wie selten einen anderen Montag.

Endlich die Klausuren überstanden. Nach der letzten Klausur heute Morgen bin ich nun für zwei Monate Uni-frei, und ich freue mich darauf. Mir ist vollkommen klar, dass die läppischen acht Wochen quasi gar nüscht sind und im Fluge vergehen werden, aber ich werde sie trotzdem genießen. Vielleicht mal wegfahren, auf jeden Fall erstmal viel ausschlafen. Und fürs erste rein gar nichts für die Uni machen. Weiterlesen

Da ist sie wieder

Die letzte Woche habe ich in selbst verordneter Laptop-Abstinenz verbracht, da ich am Mittwoch einen Vortrag halten musste. Die Hölle für menschenscheue Wesen wie die kleine Belle, die in solchen Situationen zu Verdrängung par excellance neigt – das hätte also dazu geführt, dass ich (statt an besagtem Vortrag zu arbeiten) meine Freizeit im Internet herumdümpelnd verbracht hätte. Nicht wünschenswert, daher blieb der Laptop geschlossen. Weiterlesen

Zurück in der Zivilisation

Endlich wieder zuverlässiges Internet!

Vor einigen Tagen hat uns leider unser WLan-Router verlassen (samt Netzstecker, der irgendwie plötzlich seltsam schröggelich roch. Schröggelich, ist das eigentlich ein Wort? Sauerländer Platt wahrscheinlich, und jetzt bin ich mir nicht sicher, ob ichs mit -g oder -ch am Ende schreibe!). Auf jeden Fall war es dann tot, und mein Dorf gehört leider zu denjenigen, die bezüglich des mobilen Internets relativ wenig ausgebaut sind. Weiterlesen

Irgendwie anders

Der heutige Tag war irgendwie anders, anders jedenfalls als ich ihn geplant hatte.

Geschlafen hatte ich ohnehin schon äußerst wenig und auch heute morgen fühlte ich mich, als würde ich geradewegs in eine dicke, fette Grippe schlittern. Das ist aber nun überhaupt nicht der Plan und passt mir in die Planung gar nicht rein. Es ist doch bald Ostern!
Ich entschloss mich also, nach einem Blick auf den Vorlesungsplan, zuhause zu bleiben. Ich hätte sonst einen langen Tag vor mir gehabt, der zwar körperlich ausgesprochen anstrengend, jedoch was den Lernerfolg angeht relativ wenig effektiv gewesen wäre. Das lag zum einen an mangelnder Aufnahmefähigkeit meinerseits, aber auch daran, dass man Mathe nicht während der Vorlesung versteht. Man versteht das, wenn man nachher zuhause sitzt, am Schreibtisch, und die Vorlesungsunterlagen durcharbeitet, aber nur einige wenige kommen schon in der Vorlesung damit zurecht.

Ich bat daher die WiWi-Kommilitonen, zwei Mathestudenten, die wie ich Wirtschaftswissenschaften als Nebenfach haben, mir die Vorlesungsunterlagen von heute zukommen zu lassen, und legte mich wieder ins Bett.

Was macht man nun mit so viel (ungeplant) freier Zeit? Ich hätte immerhin von neun bis achtzehn Uhr heute in der Uni gesessen und wäre deswegen voraussichtlich von acht Uhr morgens bis acht Uhr abends außer Haus gewesen (an dieser Stelle wird ein Grund deutlich, warum ich gerne in die Unistadt ziehen möchte: Vorlesung bis sechs, und wegen der katastrophalen Bus- und Zugverbindung erst zwei Stunden später zuhause. Das ist eine Strecke, für die man mit dem Auto eine gute halbe Stunde braucht).

Effektivität lautet das Zauberwort. Ich habe Vorlesungen vor- und nachbereitet, meinen Stundenplan fürs kommende Semester endlich endgültig fertig gestellt, und ich bin sogar schon fast mit den Hausaufgaben fertig. In einem Fach jedenfalls. Das ist ansich schon ein durchschlagender Erfolg und vielleicht werde ich heute Abend tatsächlich mit dem Gefühl ins Bett gehen, etwas geschafft zu haben.

Dazu kommt noch, dass es mir im Laufe des Tages immer besser ging und ich mir inzwischen ziemlich sicher bin, dass das mit dem Zuhausebleiben die richtige Entscheidung war. Ich bin weder besonders wehleidig noch bleibe ich gerne oder viel im Bett liegen – ganz im Gegenteil, lange herumzuliegen und nichts zu tun macht mich ganz hibbelig -, aber ich bekämpfe solche Anflüge lieber sofort und an einem Tag, an dem mein Fehlen nicht ganz so problematisch ist, als dass ich zur Uni gehe, nach einem langen anstrengenden Tag noch Hausaufgaben machen muss, und dann am nächsten Tag komplett darnieder liege. Das bringt ja nun auch niemandem etwas.

Und ich stehe auch über all den Sprüchen, die man zu hören bekommt, die Sätze und Einstellungen enthalten wie „Jaja, die Studenten, immer nur Nichtstun und wir müssen dafür bezahlen“. Stimmt nämlich überhaupt nicht!
Ich jedenfalls, ich bin weit entfernt vom Nichtstun. Ich bin froh, wenn ich in den Semesterferien mal zum Nichtstun komme. Seit locker acht Monaten will ich die Berlinerin in Berlin und den Kumpel in Mannheim besuchen, und meint hier irgendjemand, dass das bisher mal geklappt hätte? Nein!
Aber wir studieren ja alle noch ein bisschen und ich bin zuversichtlich, dass ich auch noch nach Berlin und Mannheim kommen werde. Und auch in all die anderen schönen Städte, in die es meine Freunde vielleicht nach ihren Auslandsaufenthalten verschlagen wird.

Überhaupt, die Zuversicht: nachdem ich am Sonntagabend einen vor Frustration und schlechter Laune nur so triefenden Text geschrieben habe, bin ich froh, dass nun trotz grauer Wolken der Optimismus wieder Einzug gehalten hat. Normalerweise bin ich nämlich nahezu zwanghaft optimistisch und zuversichtlich, bis wirklich gar nichts mehr zu retten ist. Darunter haben alle meine Kommilitonen zu leiden, aber es muss doch auch jemanden geben, der allen Widrigkeiten und störenden Tutoren/Dozenten/wissenschaftlichen Mitarbeitern zum Trotz die gute Laune behält und nicht durchdreht.
Sehr passend dazu konnte sich die Sonne bei meinen letzten Worten dazu durchringen noch ein paar Strahlen durch die ansonsten ziemlich dicken, grauen Wolken heute zu schicken:

Blick aus dem Fenster - wo kommen die Schatten plötzlich her, scheint etwa die Sonne?!

Blick aus dem Fenster – wo kommen die Schatten plötzlich her, scheint etwa die Sonne?!

Aber sie ist inzwischen auch schon wieder weg.

Meine gute Laune hingegen bleibt, morgen früh werde ich noch vor der Uni mit dem Kumpel frühstücken gehen und von seinen neuesten Eroberungen und Beziehungsproblemchen hören dürfen.

Ich wünsche eine schöne Restwoche – bedenkt man, dass der Freitag ein Feiertag ist, dann ist ja die Hälfte der Woche auch schon rum – und hoffe jetzt schon auf sonnige Ostertage!

Die Ruhe vor dem Sturm

Nach so viel Gerede über „Bald gehts wieder los“ und „So schnell waren die Semesterferien schon wieder vorbei“ ist es nun morgen tatsächlich so weit und ich muss mich wieder früh aus dem Bett bewegen. Das tue ich zwar auch so, ich werde nämlich von zu viel Schlaf und Herumgeliege unausstehlich, aber morgen muss ich und das ist dann doch was anderes. Motivation ist zur Zeit eher niedrig, aber wenn ich morgen auf bin und mich zum Morgensport aufgerafft habe (toi toi toi!), dann wirds bestimmt besser. Eigentlich geh ich nämlich sehr gerne zur Uni und zudem besteht die erhöhte Wahrscheinlichkeit, den Freund dort zu treffen – was will man mehr?

Wie der heutige Titel bereits andeutet, war der Tag eher als letzter ruhiger Tag geplant bevor die Uni wieder anfängt. Vorlesungszeit bedeutet nämlich, entgegen aller Vorurteile, viel Arbeit und wenig Zeit, sich zu entspannen und zur Ruhe zu kommen. Leider brauche ich aber genau das, um nicht die Nerven zu verlieren; das passiert mir sehr schnell, gerade wenn ich das Gefühl habe, es könnte mir alles über den Kopf wachsen. Um dann nicht hysterisch zu werden und einmal zu reseten – genau so fühlt sich das nämlich an – braucht es relativ viel Kraft und alles an Ruhe- und gutem Gefühl, was ich nur aufbringen kann.

Tja, geplant, wie gesagt. Sehr passend singt James Blunt im Hintergrund gerade: „Tell me why all the best laid plans fall apart in your hands“.

Der Tag begann nämlich mit schlagartigem körperlichen Verfall unserer Ratte. Nachdem vor einem guten Monat ihre Schwester bereits gestorben war, ging nun auch Mrs. Hudson so schlecht, dass es kaum anzusehen war. Anstelle eines entspannten Morgens am Schreibtisch, um mich und mein Lernmaterial körperlich und seelisch auf die kommenden Monate vorzubereiten, stand also Mrs. Hudsons erster und letzter Besuch bei der Tierärztin an. Dass da nicht mehr viel nichts mehr zu machen war, das ist unübersehbar gewesen, und selbst Frau Doktor, die sonst sehr enthusiastisch zu Rettungen von Lebewesen jeder Art neigt, zögerte nicht.
Nur Mrs. Hudson hielt nicht besonders viel von unserem Plan. Mit allen Kräften gegen die Narkose ankämpfend weigerte sie sich standhaft, einzuschlafen – selbst Frau Doktor war beeindruckt von so viel Durchhaltevermögen einer Ratte und spritzte eine zweite Ladung als Mrs. beschloss, doch wieder über den Tisch zu krabbeln.
Nicht schön, sowas. Ehrlich nicht.

Ich tarnte meine Tränen als Folge von Allergie und Heuschnupfen, denn ich wusste sehr gut, dass ich völlig die Fassung verlieren würde, wenn ich das nicht weitgehend unter Kontrolle behielt. Traurig, aber alles besser, als sie weiter so leiden zu sehen wie sie unübersehbar litt.
Nicht schön, aber man kommt ja doch nicht darum herum. Als nächstes versuch ichs mit Fischen oder so. Die sind cool, aber man hat eine weniger persönliche Bindung zu ihnen. Keine schlechte Idee eigentlich, behalt ich für nach dem Studium mal im Hinterkopf.