Was ein Theater!

Vor Kurzem war ich (wie ich auch bereits geschrieben habe, glaube ich) im Theater, mit der Berlinerin zusammen. Für sie war es das Geburtstagsgeschenk, und da ich am liebsten vollkommen uneigennützige Geschenke mache – mein Vater zum Beispiel bekam zu seinem letzten Geburtstag einen Grill – habe ich sie natürlich begleitet.

Ursprünglich hatte ich den Plan gehabt, das prinz regent theater in Bochum zu besuchen und Goethes Iphigenie oder vielleicht Anna Karenina von Leo Tolstoi anzusehen. Aber leider, leider waren deren Aufführungstermine so gar nicht mit unseren Zeitplänen und Semesterferien kompatibel, sodass der Plan scheiterte. Also musste etwas anderes her, und da ich im Prinzip für kulturelle Erfahrungen jeglicher Form offen bin, habe ich einfach eine Inszenierung genommen, die terminlich passte; viel anderes darüber wusste ich nicht.

Das Schauspiel Dortmund macht durchaus spannende Sachen, ich bin vor einiger Zeit gleich zweimal dort gewesen um mir Woyzeck anzuschauen. Und da dachte ich, der Regisseur scheint ja interessant Ideen zu haben.
Interessant war es auch, absolut. Interessant und irgendwie auch verstörend.
Bis heute bin ich mir nicht vollkommen sicher, was man uns hat mitteilen wollen, vermutlich einfach gar nichts.

Als wir den Aufführungsraum, das Studio des Schauspielhauses, betraten, da lief schon etwas auf der Bühne. Nicht etwas, sondern jemand, um genauer zu sein, und ein nicht enden wollender Dialog.
Das ist mal etwas Neues, muss ich vollkommen wertungsfrei sagen. Ich jedenfalls habe das noch nicht erlebt.

Eigentlich sollte dies ein Bericht des Theaterbesuchs werden, aber ich bekomme nicht einmal eine simple inhaltliche Zusammenfassung hintereinander, deshalb wird das jetzt wohl eher doch nichts. Falls es trotzdem jemanden interessiert: Das Stück heißt Endspiel und ist von Samuel Beckett. Nicht schlecht, wenn man sowas mag. Das klingt jetzt abwertender als es gemeint ist, ich habe es jedenfalls nicht bereut, hingefahren zu sein. Die Berlinerin auch nicht, denke ich, aber die hat auch nicht zu meckern – ich habe schließlich die Karten bezahlt. Und lecker gegessen haben wir vorher auch, das rettet doch auch immer eine ganze Menge.

Puh. Unstrukturiert, dieser Text, und nen roten Faden gibt es irgendwie auch nicht. Was solls, passt eigentlich auch ganz gut zum Stück, also seis drum!

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