Platt wie ein Brötchen

Dieser Artikeltitel begann schon in meinem Kopf mit den Worten „Platt wie…“, denn das trifft meine Gemütslage sowie körperliche Verfassung aktuell am konkretesten. Ich war mir nur nicht sicher, wie platt ich bin. Wie ein Brötchen? Wie ein Turnschuh? Wo kommen diese Sprichworte eigentlich alle her, und wieso sind Brötchen platt?
Na, ist ja auch egal. Ich habe jedenfalls heute fast den kompletten Umzug hinter mich gebracht. Viel eher als geplant (der Vormieter hatte mir ja eigentlich den Montag als Auszugsdatum zugesagt), aber ist ja jetzt auch nicht schlecht. Und wenn es gut läuft, werde ich morgen schon dort schlafen. Weiterlesen

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Zurück in der Zivilisation

Endlich wieder zuverlässiges Internet!

Vor einigen Tagen hat uns leider unser WLan-Router verlassen (samt Netzstecker, der irgendwie plötzlich seltsam schröggelich roch. Schröggelich, ist das eigentlich ein Wort? Sauerländer Platt wahrscheinlich, und jetzt bin ich mir nicht sicher, ob ichs mit -g oder -ch am Ende schreibe!). Auf jeden Fall war es dann tot, und mein Dorf gehört leider zu denjenigen, die bezüglich des mobilen Internets relativ wenig ausgebaut sind. Weiterlesen

Gefühlschaos

Dieses „Ich zieh in meine Unistadt“-Ding wirft seine Schatten voraus. Ich bin ohnehin nah am Wasser gebaut (manche Leute meinen, ist doch toll, denn auf die Tränendrüse drücken fällt mir ziemlich leicht – ist aber nicht toll, ist nervig und anstrengend) und das tritt seit gestern vermehrt zutage.

Der Freund hat das Bruderherz und mich heute Morgen zur Ostervorbereitung begleitet und ist danach wieder nach Hause gefahren. Eigentlich wollte ich ihm ganz ruhig sagen, dass ich es voll daneben finde, ihn so wenig zu sehen und dass das Wochenende, das wir gemeinsam hatten verbringen wollen, nun doch erheblich kleiner geworden ist. Der gemeinsame Teil jedenfalls.
Aber nicht einmal das konnte ich, ohne fast die Fassung zu verlieren, weshalb ich ihn dann einfach hab fahren lassen. Soll er doch, auch egal.

Als dann allerdings zwischen Mama Belle und dem Brüderchen die Diskussionen losgingen, was mit meinem Zimmer passiert, wenn ich ausgezogen bin, war es mit meiner Contenance recht schnell wieder vorbei. Wie die Aasgeier!
Nein, das ist jetzt zu gemein, ich kanns ja verstehen. Ich bewohne zur Zeit das größte Zimmer in diesem Haus und dass das, wenn ich dann ausziehe, nicht leer stehen soll, das ist ja klar. Und das Bruderherz ist da eh schon lange scharf drauf. Aber ich will eigentlich in meinem Zuhause nicht nur irgendein Zimmer haben, irgendein Bett, in dem ich dann schlafen kann wenn ich mal hier bin, ich möchte gern mein Zimmer behalten. Das Zimmer, in dem ich die letzten vier Jahre verbracht habe und in dem eine ganze Menge Erinnerungen stecken. Und mein Bett!
Da ich – wie auch wir alle – schon ewige Zeiten ein Wasserbett habe, ist das nicht so einfach mal eben abgebaut. Es wird mich deshalb in die Studentenbude erstmal nicht begleiten und das Bruderherz hätte es gerne. Kann ich auch verstehen, ich würde es auch haben wollen, wenn es nicht eh meins wäre. Aber bitte, hier auf einem 90-cm-Bett zu schlafen, wenn ich mal nach Hause komme? Nein, danke. Echt nicht. Ich glaube, da würde ich im Zweifelsfall eher wieder in die Unistadt fahren statt hier zu übernachten. Und zu zweit in einem kleinen Bett ist auch mehr als unschön. Diese Option ist in meinen Augen eigentlich keine.

Nach einem Tränenausbruch, der sich (und dabei habe ich mir echt Mühe gegeben) nicht mehr als Allergieschub tarnen ließ, ist die vorläufige Variante nun, dass das Bruderherz zwar in meinem Zimmer schlafen, nicht jedoch die Dekoration und alles andere im Zimmer an seine Vorlieben anpassen wird. Damit können wir, so glaube ich, beide erstmal leben.
Ihm geht das natürlich nicht schnell genug, er hätte dieses Zimmer lieber gestern als heute als sein eigenes, aber damit kommt er schon klar. Ich kann, will und werde auch nicht alles aus diesem Zimmer mitnehmen. Alleine, weil mein Zimmer hier um einiges größer ist als das WG-Zimmer, und außerdem, weil ich in unbändiger Sammelwut ziemlich wenig wegwerfe. Ich habe jetzt noch Abläufe von Konzerten, Gottesdiensten oder Theaterstücken, die sieben Jahre her sind. Könnte man ja vielleicht mal wieder brauchen, wer weiß…

Ich bräuchte mehr als nur einen Kleinlaster, um alles mitzunehmen, was hier in den Ecken lagert, und lieber wäre es mir, mit weniger dort anzufangen.

Nebenbei ist irgendwo tief in mir aber auch ein gutes Stück Vorfreude, das sich leider nur hin und wieder mal um die Ecke traut. Das sagt „Du schafft das schon, und das wird super!“

Nun gut, es ist jetzt fix, die kleine Belle zieht zuhause aus. Man wird sehen, wie das noch wird – meine Gefühle dazu sind noch sehr widersprüchlich. Aber wird bestimmt gut.